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  • verena

6 Schritte zum Hobbyfotografen - Teil 1

Wenn ich bei meinen KollegInnen lese, wie diese zur Fotografie gekommen sind, beginnt die Geschichte meist mit "Schon als Kind habe ich...". Ich muss zugeben: Nein, als Kind habe ich noch nicht. Als Kind bin ich zwar mit Vergnügen mit meiner kleinen Digitalkamera durch die Welt gelaufen, aber habe mich weder für die Technik dahinter interessiert, noch mit Motivwahl oder Ähnlichem beschäftigt. Diese "Schon als Kind..." Geschichten haben bei mir daher immer für ein Gefühl von "Dann ist der Zug bei mir für die professionelle Fotografie wohl schon abgefahren." erzeugt.


Bis ich irgendwann einfach begonnen habe.


Nun, gutes Geld mit der Fotografie verdienend, werde ich öfter von Freunden um Tipps gebeten, wie man das Fotografieren am besten lernen kann. Einen Grundkurs für Fotografie buchen? Ein Buch kaufen? Muss man gleich in eine teure Kamera investieren? Hier sind die fünf Schritte, mit denen man meiner Meinung nach mit ein wenig Zeit und Freude an der Sache ein richtig guter Hobbyfotograf wird:


1. Kauft euch eine Kamera

Wahrscheinlich keine Überraschung: wollt ihr Fotografieren, braucht ihr eine Kamera. Klar, die könnt ihr euch theoretisch auch erstmal ausborgen, aber eine eigene Kamera macht doch gleich viel mehr Spaß. Die gute Nachricht: das muss kein Topmodell sein, aber wer das Fotografieren wirklich lernen möchte, sollte in eine

Spiegelreflex (DSLR)- oder spiegellose Systemkamera (DSLM) investieren. Keine Digicam oder Handykamera, die sind für Urlaubsschnappschüsse schon in Ordnung, aber kaum ist das Licht nicht mehr ideal oder ihr wollt ein wenig mit Einstellungen spielen ist - mit seltenen Ausnahmen - das Ende eurer Möglichkeiten bald erreicht.


Ich selbst liebe meine Sony α7 III (Affiliate) heiß, aber auch andere Hersteller haben gute Kameras - und für den Einsteiger genügt auf jeden Fall ein günstigeres Modell, beispielsweise ein Modell der Sony α 6000er Serie, z.B. Sony α 6000 (Affiliate). Gute Einsteigermodelle gibt es aber aber auch von allen anderen Herstellern, am besten beraten werdet ihr in kleineren Fotogeschäften, wie es sie noch manchmal gibt, oder ihr durchforstet das Internet um die richtige Kamera für euer Budget zu finden.


2. Nun noch ein gutes Objektiv


Was ich anfangs unterschätzt habe: ein gutes Objektiv ist noch viel, viel wichtiger als eine gute Kamera. Oft gibt es Kameras in der Kombi mit einfachen Zoom Objektiven. Das kann man schon "mitnehmen", z.B. als Reiseobjektiv. Es lohnt sich aber wirklich, in weiterer Folge nochmal in ein gutes Objektiv zu investieren.

Ich fotografiere bei Shootings fast immer nur mit Festbrennweite. Das bedeutet, dass man nicht "zoomen" kann, wie man es von der 0815 Digicam gewöhnt ist, sondern sich bewegen muss, wenn man den Bildausschnitt ändern möchte. Klingt anfangs unpraktisch, schult aber gerade zu Beginn das fotografische Auge und man überlegt viel genauer, welchen Motivausschnitt man nun wirklich am Bild haben möchte. Abgesehen davon sind Festbrennweiten auch in der Qualität oft deutlich besser- aber dazu gibt es vielleicht mal einen eigenen Blogartikel.



3. Lernt die Grundlagen

So, nun habt ihr Kamera und Objektiv, kann also losgehen! Die häufigste Frage, die mir dazu gestellt wird ist, ob ich einen Fotokurs empfehlen kann. Nun ist es natürlich Typsache, wie man selbst am besten lernt, ich persönlich habe allerdings die kompletten Grundlagen nicht in einem Kurs sondern in Büchern, Youtube Videos, Online Tutorials usw. gelernt. Und würde das auch jedem genau so empfehlen. Man lernt dabei, im

Gegensatz zum klassischen Wochenend Grundlagenkurs in seinem eigenen Tempo und kann immer wieder mit der Kamera losziehen und das Gelernte direkt ausprobieren - was ja eigentlich den Spaß an der Sache ausmacht!


Ich persönlich bin nach diesem Buch (Affiliate) von Gunther Wegner vorgegangen und habe dann zu einzelnen Themen einfach gegoogelt und mir Videos und Tutorials angesehen. Dieses Buch kann ich auch


uneingeschränkt empfehlen, es gibt aber bestimmt auch noch viele andere, gute Bücher.



4. Fotografiert los

Das passiert ja wahrscheinlich ab dem Auspacken eurer Kamera und sollte, falls ihr die Fotografie als Hobby lieben lernt, nie mehr aufhören. Setzt euch immer wieder neue Herausforderungen!


Danach kommen noch zwei große Herausforderungen auf euch zu: die Bildbearbeitung und - oft die größte Herausforderung - das Finden des eigenen Stils. Dazu aber zu einem späteren Zeitpunkt mehr :-)...


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